Karlsruher Schule für das Online-Coaching

Die Karlsruher Schule basiert auf einem systemisch-lösungsorientierten Coaching-Konzept mit klientenzentrierten, hypnosystemischen und neurowissenschaftlichen Aspekten.

Klientenzentrierter Ansatz:

  • Das Menschenbild aus der humanistischen Psychologie
  • bedingungslos wertschätzende, respektvolle und empathische Haltung
  • Ressourcensicht auf den Klienten
  • Aktives Zuhören gestaltet die Begegnung und eröffnet dem Klienten einen Raum der unbewerteten Selbstreflexion

Hypnosystemischer Ansatz:

  • Aus Problemtrance soll Lösungstrance werden
  • Techniken der Musterzustandsänderung
  • Aufmerksamkeitslenkung und –fokussierung
  • Utilisation
  • Reframing
  • Kontextabhängigkeit und Wechselwirkungen

Neurowissenschaftlicher Ansatz:

  • Embodiment
  • Volition
  • Aktivierung von ganzheitlichen Zuständen, die mit positiven Affekten einhergehen und Ziele und Lösungen ermöglichen
  • Bedeutung von inneren Bildern und somatischen Markern
  • Integration von Verstandesaktivitäten, vegetativer Erregung und emotionalen Gedächtnisinhalten

Bei der Begleitung eines Kunden/Klienten von der Anliegenklärung bis zur Lösungsfindung strukturiert der Coach einen festgelegten Prozess, der sich aus den oben genannten Kennzeichen der drei Ansätze ableiten lässt. Ergebnisse aus der Wirksamkeitsforschung und der Psychotherapieforschung belegen die Bedeutung von Variablen, die im Prozessmodell der Karlsruher Schule, den ethischen Prämissen und den Methoden umgesetzt werden:

  • Wertschätzung und emotionale Unterstützung durch den Coach (Künzli & Seiger, 2011)
  • Ressourcenorientierte Vorgehensweise (Greif, 2008; Grawe, 2000) wirkt sich am stärksten positiv auf Zielerreichung aus; Ressourcenaktivierung und Problembewältigung korrelieren negativ mit Problemaktualisierung;
  • Lösungsfokussierende Fragen wirken sich signifikant besser auf Zielerreichung, Selbstwirksamkeit und positiver Affekt aus als problemfokussierende Fragen (Grant, 2012)
  • Steigerung der Selbstwirksamkeit ist entscheidend wenn es darum geht Ziele zu verfolgen und Verhalten zu ändern (Bandura 1977)
  • Ziele, die umgesetzt werden sollen, müssen emotional positiv verankert sein (Gigerenzer 2007, Storch 2005, Storch & Krause 2007, Heckhausen & Heckhausen, 2010)
  • Somatische Marker geben Auskunft über ganzheitliche Befindlichkeitszustände/Embodiment (Damasio, 2010, Storch et al, 2011)

Der Coach ist verantwortlich für die Steuerung des Coachingprozesses, das Beziehungsmanagemt zum Kunden/Klienten und die Professionalität seiner Methodenanwendung.

Der Coachingprozess:

  1. Anliegenklärung
  2. Situationsbeschreibung
  3. Ressourcenaktivierung
  4. Musterzustandsänderung
  5. Zielfindung
  6. Lösungssuche
  7. Auswahl und Planung der ersten Schritte
  8. Auswertung